Land unter

Der Norden Teneriffas wieder einmal "abgesoffen"

Während die Touristen im Süden, bei einem leichten Temperaturrückgang, auf den Terrassen der Bars gemütlich ihren Kaffee tranken, hieß es im Norden mal wieder: "Land unter".

Am schlimmsten erwischte es die Gegend zwischen La Laguna und La Orotava. Zwischen Tacoronte und Aguere wurden sogar Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Vom Flughafen Nord in Los Rodeos stand der Bereich der Gepäckübernehme komplett unter Wasser, es regnete von den Decken.

Gegen 15.00 Uhr begann es zu regnen. Auf der TF-5 mußte zeitweise der Verkehr gestoppt werden, da sich Geröll, Schlamm und Wassermassen auf der Autobahn bei Tacoronte und Los Rodeos angesammelt hatten.

In Tacoronte drang das Wasser ins Erdgeschoß verschiedener Häuser ein und stand 30 bis 40cm hoch. Die Strassengullis schafften die  Wassermassen nicht mehr und waren verstopft.

Die meisten Notrufe kamen aus La Laguna, Tacoronte, Tegueste und La Orotava.

Auf der Südautobahn Nahe Santa Cruz lagen plötzlich Felsbrocken auf der Strasse. Bei La Orotava mußten zeitweise die Straßen TF-324 und TF-323 gesperrt werden. In La Laguna die Straße Barranco el Rodeo. Die Bewohner von La Laguna wurden aufgefordert, die Fahrzeuge stehen zu lassen und zu Hause zu bleiben oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. 

Zeitweise gab es Stromunterbrechungen in Santa Cruz, im neuen Kreuzfahrtterminal und in Tegueste.

Gemäß dem meteorologischen Institut Aemet, fielen in La Victoria de Acentejo 64 Liter Regen pro Quadratmeter, in Los Rodeos 49 und in La Orotava bis zu 200. Im Jahre 2002 erreichte der Regen 224 Liter in Santa Cruz.

In den sozialen Netzwerken wurden viele persönliche Stories veröffentlicht, so sollen sich plötzlich in einem Kreisverkehr bei "Pueblo Chico" außer Geröll und Schlamm auch noch 100 schwarze Ziegen befunden haben, die anscheinend nicht mehr wußten wohin und sich von den Bergen auf die Fahrbahn zwischen die verwirrten Autofahrer gerettet hatten.

 

 

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