Jäger besorgt, sie wollen nichts ändern

Jäger sind über die neuen Vorschriften, für die Haltung von Jagdhunden, besorgt

Tierschützer gehen in ganz Teneriffa auf die Straße und fordern neue Gesetze zum Tierschutz, auf den Kanarischen Inseln. Im Januar wurden in Santa Cruz nun neue Vorschriften für die Haltung von Jagdhunden verabschiedet. Derzeit fehlt nur noch die Veröffentlichung in den "Boletines oficiales". Jedoch protestieren die Vereinigungen der Jäger umgehend und gehen dagegen vor.

 

Demnach ist die Haltung und der Transport von Jagdhunden, so wie derzeit üblich, nicht mehr durchführbar, sagt der Präsident der Jagdvereinigung Los Chicharreros, Antonio Porras. 

 

Nach der neuen Verordnung sollen die Zwinger für die erwachsenen Jagdhunde folgende Eigenschaften aufweisen

  • 2m lang
  • 1m breit
  • 1,50m hoch
  • mit freiem Zugang zu Schatten oder Sonne
  • mit Belüftung
  • aus glattem Material gefertigt, das die Reinigung ermöglicht und den Wetterbedingungen entspricht,
  • der Boden muss aus rutschfestem Material bestehen und ein Gefälle aufweisen, das eine Überschwemung unmöglich macht.

 

Nach dem Präsidenten der Jagdverinigung sei es für die Jäger aus Santa Cruz unmöglich, ihre Tiere so zu halten. Ironisch fügte er hinzu, dass man dann gleich für jeden Hund eine Villa bauen könne. Die Jäger würden ihre Jagdhunde grundsätzlich, so gut wie möglich halten. Santa Cruz ist die Gemeinde, in der die meisten Jäger gemeldet sind.

 

 

Nach der neuen Verordnung soll auch der Transport der Jagdhunde künftig genau geregelt werden:

  • Es drüfen nur noch maximal 5 Hunde auf einmal transportiert werden.
  • Während des Transportes muss ein Wohnsitz in Santa Cruz nachgewiesen werden.

 

Laut Antonio Porras, sind Hunde und Frettchen seit 2009 von den regionalen Vorschriften ausgeschlossen, welches seitens der EU den Transport von lebenden Tieren regelt. Jedoch ist der Transport von Haustieren anderweitig geregelt und hat nichts mit dem kommerziellen Transport von Tieren zu tun. (Real Decreto 542/216, de 25 de noviembre, Artikel 2.2.C, Artikel3.3 de la Ley 8/2003, de 24 de abril).

 

Ohne eine weitere Genehmigung dürfen nicht mehr als 5 Katzen oder 5 Hunde gehalten werden. Erwachsenen Hunden muß es, mindestens zweimal am Tag, möglich sein herauszugehen. Ausgenommen sind Welpen, die noch nicht genügend imunisiert sind. Antonio Porras beklagt, dass es nicht möglich sei, jemanden der arbeiten geht, zuzumuten zweimal täglich seine Hunde auszuführen, da Jaghdunde aufgrund ihrer Natur nur zu Schulungszwecken und in Jagdgebieten ausgeführt werden.

Die Verordnung reguliert auch, dass Haustiere nur an einem festen Ort gehalten werden dürfen, wenn die Belüftung ausreichend ist und ihnen ein Unterstand zur Verfügung steht. Sie dürfen nicht länger als 2 Stunden an einem festen Platz angeleint werden. Im falle von Welpen, nicht länger als 1 Stunde. Laut Antonio Porras würden die Jäger ihre Tiere einzeln halten, damit sie nicht miteinander kämpfen, sich dabei verletzen und nicht auf öffentliches Gelände laufen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Kunzelmann, Andrea (Dienstag, 28 März 2017 09:57)

    Die Jägerschaft soll sich in Grund und Boden schämen. Man sollte sie nur eine Woche lang so behandeln, wie sie mit ihren Hunden umgehen. Es wird Zeit für neue Gesetze und empfindliche Strafen, dazu eine saftige Hundesteuer wie in Deutschland. Je mehr Hunde, umso höher die Steuer!

  • #2

    Mad (Mittwoch, 03 Oktober 2018 13:20)

    Die Jäger auf den Kanaren sind sture Tierquäler aus Leidenschaft und sollten allesamt auf Lebenszeit so angekettet werden, wie sie es ihren Hunden antun, bis sie fast verhungern. Nur so kann man deren Starrsinn und Empathielosigkeit heilen, da deren Hirn zur Selbsterkenntnis einfach nicht ausreicht.