Das unakzeptable und merkwürdige Verhalten einiger spanischer Banken

Meine persönliche Erfahrung mit einer Hypothek


Wie hoch kann ich mich verschulden?

Im Jahre 2008 suchte ich nach einer Bank, für die Finanzierung einer Immobilie.

 

Zu jener Zeit war ich Kunde bei der BBVA.  Als bestehender Bankkunde wollte ich die Immobilie auch über die BBVA finanzieren. Um festzustellen, in welcher Preisklasse ich mich orientieren kann, fragte ich bei der BBVA nach und bekam zur Antwort, dass das nicht die korrekte Vorgehensweise sei. Ich müsste mir eine Immobilie suchen und dann anfragen, ob diese finanziert werden könne. Genau das wollte ich jedoch nicht und bestand darauf, dass die Bank meine Bonität vorher zu prüfen habe, damit ich mir die entsprechenden Immobilien ansehen könne. Immerhin bekam ich dann nach 6 Wochen eine Antwort, bis zu welcher Höhe man mir einen Kredit gewährleisten könnte. Aber ganz genau würde das von der Immobilie abhängen.

 

0 Kommentare

Die Suche nach der richtigen Bank

Nachdem ich nun im folgenden Jahr die entsprechende Immobilie ins Auge gefasst hatte, die sich auch in meinem Budget befand, fing ich an, im Internet, bei den verschiedenen Banken, die günstigsten Bedingungen für mich zu suchen. Zu jener Zeit boomte der Immobilienmarkt und die Banken rissen sich darum, Hypotheken zu vergeben. Kunden, die ihre Hypotheken von anderen Banken mitbrachten, wurden super Konditionen geboten und oft noch ein Flachbildschirm dazu geschenkt. Als neuer Kunde bekam ich nicht ganz so gute Konditionen. Die Banco Santander bot mir seinerzeit glatt "Euribor + 6%" an. Letztendlich entschied ich mich für die Barclays Bank. Der variable Zins lag bei "Euribor + 0,75%". Mein Nachbar, der mit seiner Hypothek zur Barclays Bank wechselte, musste sogar nur "Euribor + 0,45%" bezahlen. Ich reichte meine Unterlagen ein und bekam nach einer Woche die mündliche Zusage, die nur noch von dem Gutachter bestätigt werden musste. Auf der Internetseite der Barclays Bank waren die Konditionen ganz genau angegeben. Unter anderem waren Sonderzahlungen absolut kostenfrei. Auf diesen Punkt legte ich allergrößten Wert, da ich vorhatte, die Hypothek so schnell wie möglich abzuzahlen. Ursprünglich hatten wir eine Laufzeit von 20 Jahren vereinbart, jedoch bestand die Bank letztendlich auf 22 Jahren. Als weitere Bedingung musste ich eine Hausversicherung über die Bank abschließen und mir sollten 3 verschiedene Angebote zur Verfügung gestellt werden. Letztendlich erhielt ich nur einen extrem teuren Tarif über die Mapfre und musste den Vertrag noch vor dem Notartermin unterzeichnen. Der Vorbesitzer meiner zukünftigen Immobilie hatte seine Hypothek zwar komplett bezahlt, aber nicht gewusst, dass er diesen Eintrag aus dem Grundbuchamt löschen musste. Das hat dann meine Bank für ihn übernommen, was für ihn extrem teuer endete.

 

0 Kommentare

Änderung der vereinbarten Klausel

Ein paar Tage vor dem Notartermin bekam ich am Freitagnachmittag ein Fax mit dem Vertragsentwurf zugeschickt. Plötzlich sollte ich für Sonderzahlungen eine Strafgebühr bezahlen. Anscheinend war der Termin gut gewählt, am Freitag war natürlich niemand mehr in Madrid zu erreichen und am Dienstagmorgen wollten wir zum Notar und der Verkäufer abreisen. Nach Rücksprache mit dem hiesigen Direktor (Zweigstellenleiter) lag der Fehler eindeutig bei der Kreditabteilung in Madrid. Ich vermute jedoch, dass das System hatte und viele Kunden den Unterschied nicht bemerken, besonders die Ausländer nicht, und den Kreditvertrag einfach unterschrieben hatten. Letztendlich setzte ich mich durch und der Passus wurde korrigiert.

 

0 Kommentare

Zusätzliche Versicherungen

Nach einigen Monaten schickte ich einen Kündigungsantrag an die Mapfre und die Barclays. Schließlich wollte ich diese horrende Versicherungsprämie nicht weiter bezahlen. Es kam jedoch keinerlei Antwort. Pünktlich zum Fälligkeitstermin schloss ich eine neue Versicherung über die Allianz ab und setzte, wie gefordert, die Barclays als Begünstigten ein. Wie erwartet wurden beide Prämien von meinem Konto abgebucht. Also ging ich zur Barclays und wollte die Prämie der Mapfre zurückgehen lassen, weil ich die Versicherung rechtzeitig gekündigt hatte und bekam zur Antwort, dass das nicht ginge, da die Versicherung mit meinem Kredit verknüpft sei und ich eine Versicherung haben müsste. Daraufhin erklärte ich dem netten Mann, dass ich bereits eine andere Versicherung abgeschlossen hätte. Darauf kam ein neuer Einwand, die Bank müsste als Begünstigter eingetragen sein. Ich hielt ihm meine Bestätigung unter die Nase, dass genau dies der Fall sei. Dann gab er sich endlich geschlagen und buchte die Versicherungsprämie zurück. Von anderen Kunden bei anderen Banken hörte ich, dass diese massiv unter Druck gesetzt wurden und nicht nur eine Hausversicherung, sondern auch eine Risikolebensversicherung über die Bank abschließen mussten. Oft wurde ihnen gedroht, dass die Zinsen steigen würden, wenn sie diese Policen über andere Versicherungen oder Banken abschließen würden oder sogar mit Kündigung der Hypothek. Ein absolut inakzeptables und rechtswidriges Vorgehen.

 

0 Kommentare

Nichtige Klauseln

Im Mai 2013 erklärte der Oberste Gerichtshof Spaniens die "Clausula Suelo" für null und nicht. Demnach hatten verschiedene Banken, mit ihren Kunden, einen variablen Zinssatz ausgehandelt, der jedoch einen Mindestzinssatz nicht unterschreiten durfte. Nach dem Urteil haben alle Kunden, deren Hypothekenvertrag diese Klausel enthält, Anspruch auf Rückerstattung. Die Regierung hatte vor, ein Gesetz zu verabschieden, nachdem die Banken verpflichtet sein sollten, die zu viel kassierten Zinsen innerhalb von 3 Monaten, nach Eingang der Reklamation ihrer Kunden, zurück zu erstatten.

 

 

 

Am 23. Mai 2015 hat der Oberste Gerichtshof Spaniens (Sentencia Tribunal Supremo 705/2015) erklärt, dass die Banken unrechtmäßig, die kompletten Kosten der notariellen Urkunden (Escritura) für die Eintragung der Hypothek im Grundbuchamt, ihren Kunden auferlegt hatten.  Das Gerichtsurteil wurde letztendlich von kanarischen Gerichten bestätigt.

 

0 Kommentare

Ich reklamiere die Rückerstattung meiner Hypothekenkosten

Die Barclays Bank in Spanien wurde von der CaixaBank übernommen, genauso wie vorher die CajaCanarias. Nun bin ich also Kunde der Caixa, einer Sparkasse, die ich noch nie mochte.

 

Im Dezember 2016 reiche ich bei der CaixaBank den Antrag auf Rückerstattung der Kosten für die Eintragung der Hypothek im Grundbuchamt ein. Laut Internet, sollte die Bank innerhalb von 2 Monaten auf die Reklamation reagieren, d.h. entweder das Geld erstatten oder eine schriftliche Ablehnung schreiben. Ich bekomme jedoch keinerlei Antwort. Auf der Online-Seite der CaixaBank beschwere ich mich und reklamiere eine Antwort auf mein Schreiben. Als Antwort erhalte ich nur lapidar die Auskunft, dass ich mich an die Zweigestelle zu wenden hätte, bei der ich das Schreiben seinerzeit abgegeben hätte. Nach einigen Woche bekomme ich einen Anruf von einer Mitarbeiterin der CaixaBank, die sich nach meiner Adresse erkundigt, da ein Schreiben nicht zugestellt werden konnte. Ich bestätige noch einmal meine genaue Postanschrift und diese da, nach 10 Tage bekomme ich nun endlich meinen Ablehnungsbescheid. In dem Umschlag befindet sich ein weiterer Umschlag mit dem Schreiben. Kein Wunder, dass der Brief nicht zugestellt werden konnte. Man hatte einfach meinen Vornamen als Straßennamen eingesetzt!!!!!

 

Letztendlich werde ich die CaixaBank verklagen müssen. Nach Rücksprache mit einigen Anwälten und Geschädigten, soll die CaixaBank, ohne Gerichtsurteil, keinerlei Rückerstattungen leisten und sogar in Berufung gehen.

 


 

0 Kommentare

Austragung der Hypothek

So wie ich es mir vorgenommen hatte, habe ich die Hypothek innerhalb von 8 Jahren getilgt. Nun geht es an die Austragung aus dem Grundbuch. Diese Kosten muss der Kunde wieder einmal übernehmen. Eine automatische Löschung aus dem Grundbuch erfolgt erst 20 Jahre nach Beendigung der vereinbarten Laufzeit, in meinem Fall also in 34 Jahren. Nun die könnte ich aussitzen, jedoch kann ich die Immobilie dann nicht verkaufen oder eine neue Hypothek oder einen Kredit aufnehmen.

 

Ich setze mich mit der CaixaBank in Verbindung und erfahre, dass die Caixa diese Austragung gerne für mich übernehmen kann. Allerdings wären die Kosten dann ungefähr doppelt so hoch, als wenn ich mich selbst darum kümmere. Mir wird mitgeteilt, dass ich als Erstes eine Bestätigung der Bank benötige. Also fordere ich diese an und muss sie mit 37,45 Euro bezahlen. Ich muss meiner Bank eine Gebühr bezahlen, damit diese mir bestätigt, dass ich meine Hypothek bezahlt habe, das ist unglaublich. Im Internet erfahre ich, dass diese Bestätigung kostenlos sein müsste, viele Banken jedoch bis zu 200 Euro dafür verlangen. Da komme ich ja noch richtig günstig weg. Ich nehme mit vor, diese Kosten mit einzuklagen.

 

Mit dieser Bescheinigung gehe ich nun zu einem Notar. Dieser klärt mich erst einmal auf, dass das die normale Vorgehensweise sei, bei allen Banken, jedoch nicht bei der CaixaBank. Die CaixaBank hätte ihre eigenen Notare in Barcelona und Gran Canaria. Ich müßte wieder zur CaixaBank gehen und ihnen den Namen des Notariats mitteilen. Gesagt getan. Ich suche sofort die CaixaBank auf und muss einen Antrag auf Abwicklung der Austragung der Hypothek unterschreiben. Der Sachbearbeiter erklärt mir, nach meiner ausdrücklichen Rückfrage, dass mir seitens der CaixaBank, keine weiteren Kosten entstehen werden. Jedoch sehe ich zu Hause, dass in dem Antrag steht, dass weitere Kosten für das Notariat, die Gestoria und das Grundbuchamt entstehen werden. Dass ich das Notariat und das Grundbuchamt bezahlen muss ist klar, aber warum die Gestoria? Und in dem Antrag sind das Notariat der CaixaBank und die Gestoria der CaixaBank aufgeführt. Ich schreibe eine email an meine Sachbearbeiterin und frage nach, welche Kosten denn noch seitens der CaixaBank enststehen könnten, mit denen ich mich nicht einverstanden erkläre. Zur Anwtort erhalte ich nur, dass sie mir die Kosten nicht mitteilen könne, da ich die Abwicklung nicht über die CaixaBank vornehmen lasse. Am nächsten Tag sehe ich, dass von meinem Konto 22,49 Euro abgebucht wurden, für die Nota Simple. In meiner Tätigkeit in mehreren Eigentümergemeinschaften beantrage ich recht häufig eine Nota Simple beim Grundbuchamt meiner Gemeinde, die mich fast immer 3,22 Euro kostet und in dem Kostenvoranschlag seitens der CaixaBank waren seinerzeit 9,45 Euro aufgeführt und am Vortag wurde mir bestätigt, dass mir keinerlei Kosten mehr entstehen werden. Ich frage also wieder nach und bekomme zur Antwort, dass das die Kosten für die Nota Simple seien. Ich komme mir vor wie ein unerwünschter und lästiger Bittsteller und nicht wie ein Kunde, der seiner Bank zinsfrei Geld zur Verfügung stellt und dafür auch noch Gebühren bezahlen muss.

 

0 Kommentare

Die Austragung fand immer noch nicht statt

Nach 6 Monaten - noch nichts erreicht

Im Sommer letzten Jahres wurden alle notwendigen Schritte eingeleitet. Mein Notar hatte nichts mehr von der Caixa gehört und mir empfohlen, dort einmal nachzuhaken. Jedoch wusste die zuständige Sachbearbeiterin auch nichts.

Mitte Februar 2018 bekam ich dann plötzlich einen Anruf von einem Notariat der Caixa und ich wurde aufgefordert meine email-Adresse anzugeben, damit mir die Rechnung zugestellt werden kann. Die email kam noch am selben Tag und sofort wurde die Rechnung über 154,70 Euro bezahlt. Die Bestätigung wurde per email verschickt. Nach Begleichung der Rechnung sollte eigentlich die Escritura an meine Zweigestelle in Los Cristianos geschickt werden. Nach 2 Wochen fragte ich bei meiner Zweigestelle nach. Jedoch ist dort nichts eingegangen. Nach 6 Wochen fragte ich beim Notariat nach und bekam die Auskunft, dass die Escritura Ende Januar das Haus verlassen hätte und am 29. Januar nach Triana geschickt wurde. Seitdem ist die Escritura nach Los Cristianos unterwegs.

mehr lesen 0 Kommentare

Die Escritura ist aufgetaucht

6 wochenlang lag die Escritura im Schrank

Es ist unglaublich, obwohl ich bei meiner persönlichen Sachbearbeiterin Ende Januar per email nachgefragt hatte, war sie nicht in der Lage, mich darüber zu informieren, dass die Escritura, seit Anfang Februar in der Caixa-Zweigstelle in Los Cristianos herumlag. Durch Zufall, war ich bei einem anderen Sachbearbeiter derselben Zweigestelle in Los Cristianos und fragte spontan einfach mal nach, ob es normal sei, dass die Escritura seit Ende Januar in den endlosen Weiten der Caixa-Bank verschollen sei. Und dieser Mann stand einfach auf, verließ den Raum und schaute persönlich nach. Nach ein paar Minuten kam er, mit meiner Escritura in der Hand, zurück und gab sogar noch zu, dass sie seit Anfang Februar im Schrank gelegen hätte. Warum ist meine persönliche Sachbearbeiterin nicht in der Lage, mir meine Unterlagen auszuhändigen? Habe ich nicht genügend Geld auf dem Konto oder interessiert es diese Menschen überhaupt nicht? Ich habe ihr ein paar Tage später eine email geschrieben und sie darüber informiert, dass mir die Escritura von einem ihrer Kollegen ausgehändigt wurde und diese bereits 6 wochenlang in der Filiale gelegen hätte. Ich habe bis heute keine Antwort von ihr bekommen. Warum habe ich eigentlich etwas anderes erwartet?

0 Kommentare