Los Rodeos

Der Flughafen Los Rodeos auf Teneriffa (TFN)

Der Flughafen Los Rodeos liegt 10km außerhalb von Santa Cruz de Tenerife auf einer Höhe von 632m. Er wurde im Jahr 1946 eröffnet und war vor der Eröffnung, des 65km entfernten Südflughafens Reina Sofia im Jahr 1978, der einzige Flughafen Teneriffas. Die Lage des Flughafens ist nicht ganz unkritisch und im Laufe seiner Geschichte kam es, durch häufig auftretende Scherwinde und dichten Nebel, zu mehreren schweren Unfällen. Hervorzuheben ist hier die schwerste Flugzeugkatastrophe in der zivilen Luftfahrt vom 27. März 1977, bei der 583 Menschen den Tod fanden.  

Seit der Eröffung des Südflughafens wird der Nordflughafen fast ausschließlich nur noch für nationale Flüge und  genutzt. Nicht selten müssen die Flüge, aufgrund des starken Nebels, auf den Südflughafen umgeleitet werden.

 

Zwischenzeitlich wurde auch der Flughafen Los Rodeos mit Flugleittechnik auf aktuellem technischen Stand ausgerüstet.

Verschiedenen Gerüchten und Geschichten zufolge, sollte der Flughafen niemals an dem aktuellen Standort gebaut werden. Eine Lüge, die 1000mal wiederholt wird, erweist sich im nachhinein als Wahrheit. Es gibt die verschiedensten Varianten um die Geschichte, wieso der Flughafen an dieser Stelle gebaut wurde:

  • Während des Zweiten Weltkrieges bat Hitler, General Franco, einen Flughafen auf Teneriffa zu bauen, damit dieser Truppen nach Afrika fliegen könne. Deutsche Techniker suchten auf der Insel nach den geeigneten Stellen für einen Flughafen. Jedoch wurde dieser erst einmal nicht von Spanien gebaut und das ganze Projekt "auf Eis" gelegt. Jahre später, beschloss die spanische Regierung, einen Flughafen zu bauen und bediente sich der Landkarten der deutschen Fachleute. So wurde der Flughafen Los Rodeos an der Stelle gebaut, an der auf der Landkarte ein dickes rotes Kreuz verzeichnet war. Jedoch handelte es sich, um die einzige Stelle, an welcher der Flughafen nie entstehen solle.
  • Die spanische Regierung beauftragte einen Architekten damit, den Flughafen zu entwerfen und die geeignete Stelle zu finden. Der Architekt zeichnete an der Stelle, die nicht für einen Flughafen geeignet war, ein dickes Kreuz auf seinen Karten. Jedoch verstarb der Architekt plötzlich und der Flughafen wurde genau an der Stelle gebaut, an dem das Kreuz gemacht wurde.

Die Wahrheit jedoch ist, dass die Deutsche Lufthansa im Jahre 1929, um eine provisorische Landebahn für Flüge aus Berlin nach Teneriffa, bat. Dazu wurden einige Grundstücke in Los Rodeos ausgesucht. Jedoch kam es nie dazu, dass die Lufthansa aus Berlin nach Teneriffa flog, da das Flugzeug technische Probleme hatte. Jedoch wurde im Jahr 1930 das Gebiet Los Rodeos offiziell für den Bau eines Flughafens erklärt. (Real Orden del 14 de mayo de 1930).

Jedoch kommt es bei weniger als 1 von Hundert Flügen, aufgrund des Nebels, zu Zwischenfällen auf dem Flughafen Teneriffa Nord.

 

Seit 1956 kam es auf dem Flughafen und in seiner Umgebung zu 12 Totalverlusten von Flugzeugen bei Flugunfällen. Dabei kamen insgesamt 806 Menschen ums Leben.

  • Am 29. September 1956 stürzte eine SNCAE Languedoc der Aviaco aus Malaga beim Anflug auf ein Haus. 1 Person am Boden wurde dabei getötet.
  • Am 5. Mai 1965 verunglückte eine Lockheed L-1049G der Iberia aus Madrid beim Landeanflug. Beim Durchstarten stieß das Flugzeug mit einem Bulldozer, der neben der Landebahn stand, zusammen. Dabei wurden 30 Menschen getötet.
  • Am 7. Dezember 1965 geriet eine Douglas Dc-3 der Spantax nach dem Start ins Trudeln. Dabei wurden alle 32 Insassen getötet.
  • Am 16. September 1966 musste eine Douglas DC-3/C-47 von Spantax nach dem Start, aufgrund einer Triebwerksstörung,  im Meer notwassern. Dabei starb 1 Passagier, der sich weigerte das Flugzeug zu verlassen. 
  • Am 3. Dezember 1972 geriet eine Convair CV-990 der Spantax, beim Start nach München außer Kontrolle und überschlug sich. Dabei kamen 155 Personen, vorwiegend deutsche Urlauber, ums Leben.
  • Am 27. März 1977 stießen auf der Startbahn eine Boeing 747 der KLM mit einer Boeing 747 der Pan Am zusammen. Der Pilot der KLM war ohne Startfreigabe gestartet und übersah, aufgrund des Nebels, das andere Flugzeug. Bei dieser größten Flugzeugkatastrophe starben 583 Menschen.
  • Am 15. Februar 1978 setzte eine Boeing 707 der Sabena vor der Landebahn auf, wobei sie das Bugfahrwerk verlor und 1.000 Meter auf der Landebahn rutschte. Das Flugzeug brannte komplett aus. Es gab 3 Leichtverletzte.
  • Am 25. April 1980 prallte eine Boeing 727-46 der britischen Dan-Air-Services, aus Manchester, beim Landeanflug gegen einen Berg. Dabei starben alle 146 Personen an Bord.

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